Amniocentese (AC)

Bei einer AC wird mit einer dünnen Nadel durch die Bauchdecke hindurch unter Ultraschall-Kontrolle Fruchtwasser entnommen. Ab der 15. Schwangerschaftswoche kann die AC durchgeführt werden. Das Fruchtwasser wird zur Untersuchung in ein Speziallabor eingesandt und nach 2-3 Wochen ist mit dem Resultat zu rechnen.

Da die Nadel fast den gleichen Durchmesser wie eine Nadel zur Blutentnahme hat, sind die durch den Eingriff verursachten Schmerzen gering. Die AC dauert ca. 20 Minuten. Anschließend wird oft ein leichtes Ziehen im Unterbauch verspürt. Es ist empfehlenswert, eine Begleitperson für den Weg nach Hause dabeizuhaben.

Nur in Ausnahmefällen muss die AC wiederholt werden: wenn die Fruchtwassergewinnung beim ersten Mal erfolglos ist oder sich Probleme bei der Auswertung im Labor ergeben. Im Labor werden die Chromosomen (Träger der Erbanlagen) sowie die Konzentration eines kindlichen Eiweißes (Alpha-Fetoprotein) untersucht. Eine fehlerhafte Verteilung der Chromosomen wie z.B. beim Down-Syndrom oder Störungen in der Entwicklung des Embryos wie ein offener Rücken können festgestellt werden. Allerdings lassen sich nicht alle angeborenen Erkrankungen feststellen.

Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken. So können auch bei der AC Komplikationen auftreten, allerdings sehr selten.

Das Risiko einer Fehlgeburt, ausgelöst durch die AC liegt bei 0,5 -1 %.
Ein Fruchtwasserabgang (1-2%) und Blutungen (0,5%) sind sehr selten und bedürfen außer körperlicher Schonung keiner Behandlung.
Verletzungen des Kindes oder von Nachbarorganen der Gebärmutter sowie fieberhafte Infekte (0,05%) sind ebenfalls sehr selten.

Bitte bedenken Sie vor der Durchführung die Konsequenzen.
Sollte der Test eine Behinderung des Feten nachweisen, stehen Sie vor der Entscheidung entweder das Kind auszutragen oder einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.



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