Impfung gegen Humane Papillomavieren (HPV)/
Muttermundkrebs

Der HPV-Virus wird hauptsächlich durch direkten Hautkontakt, in der Mehrzahl aller Fälle beim Geschlechtsverkehr übertragen. In vielen Fällen kommt es nicht zu einer Erkrankung, sondern der Virus wird vom Immunsystem verdrängt. Allerdings kann es auch bei der unbehandelten Infektion mit dem HPV-Virus zu Krebs am Muttermund kommen. In Deutschland erkranken jedes Jahr 6500 Frauen an Muttermundkrebs. Eine weitere Krankheit, die durch den HPV-Virus übertragen werden kann sind Feigwarzen.

Mit dem HPV-Impfstoff können ca. 70% aller Muttermundskrebse und die meisten Feigwarzen verhindert werden.

Eine HPV-Infektion durch den Impfstoff ist nicht möglich.
Der Impfstoff ist zugelassen zur Vorbeugung des Muttermundkrebses und der Feigwarzen. Deswegen ist eine Impfung vor dem ersten Sexualkontakt besonders sinnvoll.

Die Impfung muss 3x erfolgen im Abstand von 0, 2 und 6 Monaten. Ob eine Auffrischimpfung nach 5 oder 10 Jahren erfolgen muss, ist noch unklar.
Sollte schon einmal eine allergische Reaktion bei einer früheren Impfung aufgetreten sein, müssen sie uns das unbedingt mitteilen. Eine leichte Erkältung ist kein Hinderungsgrund für eine Impfung.

Oft treten nach einer Impfung leichtes Fieber auf und eine leichte Schwellung und Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle.
Selten sind ein Bluterguss, ein Abszess, eine allergische Reaktion, eine Gelenkentzündung oder ein Krampf der Bronchialmuskeln. Bitte planen Sie ein, dass Sie noch 20 Minuten zur Nachbeobachtung in der Praxis bleiben.

Die Impfung wurde in 11.06 in Deutschland zugelassen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StiKo) liegt vor. Eine Ampulle kostet ca. 160,-€ zuzüglich Impfkosten von 26,-€. Seit dem 1.10.07 wird die Impfung zwischen dem 11. und 18. Geburtstag von den Kassen bezahlt.

Auch nach der HPV-Impfung muss die Krebsvorsorge weiterhin durchgeführt werden, da 30% der Muttermundkrebse nicht verhindert werden können.


- zurück -